Die Weinraute (Ruta graveolens) ist eine Heil- und Gewürzpflanze aus dem mediterranen Raum, die stark aromatisch durftet. Sie sticht mit ihrem wintergrünen, bläulichen Laub hervor und über den dekorativen Blättern kann auch noch im späten Herbst eine Nachblüte erscheinen. Das freut allerlei Insekten, die den Nektar der Weinraute besonders während der sich zu Ende neigenden Saison als dankbare Futterquelle annehmen. Wir empfehlen die Weinraute als weitere Futterquelle für die Schwalbenschwanzraupe, die sich während den Sommermonaten an der stark nach ätherischem Öl riechenden Weinraute satt fressen.
Ansprüche im Garten & Handhabung
Ruta graveolens bevorzugt warme, sonnige Plätze im Garten, wo der Boden gut durchlässig, nährstoffarm bis kiesig ist. In einem Beet mit normalem bis trockenen Verhältnissen oder auch in einem entsprechenden Gefäss gedeiht die Weinraute mehrjährig, bleibt durch den Winter oft dekorativ belaubt und ist grundsätzlich winterhart.
Bei einem Rückschnitt der Weinraute ist Vorsicht geboten! Ruta graveolens ist dafür bekannt, bei Berührungen phototoxische Reaktionen hervorzurufen. Dies kann zu Verbrennungssymptomen oder Hautirritationen führen. Wir empfehlen deshalb, den Hautkontakt durch das Tragen von Handschuhen zu vermeiden.
Heil- und Würzpflanze
Bereits in den antiken Kulturen des alten Ägyptens, Griechenlands sowie Roms war die Weinraute für ihre Heilwirkung geschätzt. Bis heute werden die verdauungsfördernde Wirkung sowie die aromatisierende Note der Weinraute in verschiedenen Grappas geschätzt. Darüber hinaus ist das würzende Küchenkraut in der heutigen Zeit weitestgehend in Vergessenheit geraten. In der Kochtradition der Antike war die Weinraute jedoch ein beliebtes Würzkraut, um beispielsweise einfachen Fleischgerichten einen Wildgeschmack zu verleihen, die dann zusätzlich mit weiteren Gewürzen wie Lorbeer, Salbei, Thymian oder Wacholder gekocht wurden.
Wegen ihres Bittergeschmacks, der umso intensiver wird je länger man die Raute kocht, sollte man sich beim Würzen mit Weinraute vorsichtig herantasten. In kleinen Mengen kann sie in Suppen oder Saucen, in Kräuterbutter oder -Mayonnaise, in Salaten oder zu Fisch und Lamm verwendet werden. Oftmals reicht es, ein kleines Zweiglein in der schon fast fertig gegarten Speise kurz mitziehen zu lassen.
Ebenso lang wie die kulinarische Verwendung der Raute belegt ist, wurde auch ihre Heilwirkung seit alters her genutzt. Volksheilkundlich wurde sie besonders häufig als durchblutungsförderndes und blutdrucksenkendes Mittel eingesetzt. Für konkrete und korrekte Anwendungen der Weinraute verweisen wird an dieser Stelle auf die naturheilkundlichen Fachstellen.
- Raupenfutter
- Ätherische Öle
- Heilpflanze






