Der ursprünglich aus dem mediterranen Raum stammenden Weisse Mauerpfeffer (Sedum album) spriesst als immergrüner Teppich zwischen Steinen und Mauerspalten in der ganzen Schweiz. So war es auch am Fundort unserer Mutterpflanzen – einem kleinen Rebberg in Zollikofen BE. Als Schutz vor der Winterkälte produziert diese Wildpflanze das farbige Pigment Anthocyan. Deshalb sind ihre sukkulenten Blättern besonders an sonnigen, dem UV-Licht ausgesetzten Standorten im Winter deutlich rot-braun gefärbt. Im Juni öffnet der Weisse Mauerpfeffer üppige Wolken aus sternförmigen weissen Blüten, welche gerne von Bienen, Käfern sowie Schmetterlingen und deren Raupen besucht werden.
Trockener Standort im Garten
An sonnigen Standorten kann der Weisse Mauerpfeffer gut als Bodendecker zum Einfassen von trockenen Beeträndern verwendet werden. Die anspruchslose Wildpflanze eignet sich hervorragend für Dachbegrünungen, Kiesgärten und die Bepflanzung von Mauern und Fugen. Sie braucht nur wenig Nährstoffe und fühlt sich in durchlässigen, gerne auch steinigen Böden wohl. An Orten, wo sonst nicht viel wächst, stellen die weissen Blütensternchen einen spannenden Farbkontrast zu den rötlichen Stängeln und den vom Winter noch dunkel gefärbten Laubanteilen dar. Der immergrüne Teppich aus kleinen sukkulenten Blättern ist ein ruhiger Untergrund vor dem sich andere Arten präsentieren können. Wer leuchtende Farben bevorzugt, dem empfehlen wir den gelb blühenden Milden Mauerpfeffer (Sedum sexangulare). Wie schon sagt, alle Mauerpfefferarten sind als Gewürz essbar.
- Mauern
- Immergrün
- Dachbegrünung






