Die Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria) wächst in Trockenwiesen und an mageren Wegrändern. Da diese nährstoffarmen, trockenen Wiesen immer seltener werden, ist auch diese Wildpflanze in der Schweiz eher auf dem Rückzug. Von Ende Juni bis September öffnen sich immer wieder neue Blütenköpfe, die emsig von Schmetterlingen, Wildbienen und anderen Insekten besucht werden. Die Tauben-Skabiose wird manchmal mit der Acker-Witwenblume (Knautia arvensis) verwechselt. Nebeneinander betrachtet zeigen sich folgende Unterschiede: Die wintergrünen Rosetten-Blätter der Acker-Witwenblume sind meist ungeteilt und die auf langen, behaarten Stängeln sitzenden flachen Blütenköpfe (Samenstände halbkugelig) schweben 50-100cm über der Blumenwiese. Bei der Tauben-Skabiose sind die Blätter stärker eingeschnitten und die Blütenköpfe stehen 30-70cm über den buschig verzweigten Horsten. Während die Pflanze munter weiter blüht, bilden sich Ende Sommer kugelige Samenstände, deren Samen gerne von Vögeln gefressen werden.
Trockener Standort im Garten
Im Garten gibt man der Tauben-Skabiose einen sonnigen Standort im Kiesgarten, einem trockenen, nährstoffarmen Beet oder einer Magerwiese. Mit ihrer langen Blütezeit und den dekorativen Samenständen passt sie auch sehr gut in Gefässe auf dem Balkon. In zu nährstoffreicher oder feuchter Erde verschwindet die trockenheitsresistente Wildpflanze schnell wieder aus dem Garten. An ihr zusagenden Standorten versamt sie sich hingegen gerne. Die Tauben-Skabiose ist eine alte Heilpflanze und ihre jungen Blätter sind essbar. Die Hauptgründe, sie zu pflanzen, sind jedoch unsere kleinen geflügelten Freunde und die lange Blütezeit im Hochsommer.
- Trockenwiese
- Lange Blütezeit
- Insektenpflanze








