Der Rispen-Steinbrech (Saxifraga paniculata) wächst auf Felsen und Mauern in den Bergen. Wie am Fundort unserer Mutterpflanzen, einer Schlucht im Simmental BE, fühlt er sich auch in kühleren Gebieten mit höherer Luftfeuchtigkeit wohl. Dies erstaunt, den die bläulichen Rosetten mit den weissen, Kalk ausscheidenden Punkten am Blattrand erinnern auf den ersten Blick an die wärmeliebenden Hauswurze. Über dem niederen, immergrünen Rosetten-Teppich erheben sich von Mai bis Juni bis 50cm hohe Rispen, die überschwänglich mit weissen Blüten bestückt sind. Die Bestäubung erfolgt über Fliegen.
Halbschattiger Standort im Steingarten
Die auch unter dem Namen Trauben-Steinbrech bekannte Wildpflanze eignet sich gut für halbschattige Steingärten, Mauern und Gefässe auf dem Balkon. In kühleren Höhenlagen gedeiht sie auch an der Sonne. Wer jedoch im warmen Mittelland eine niedliche Rosettenpflanze für einen der prallen Mittagssonne ausgesetzten Standort sucht, dem empfehlen wir lieber den Spinnweb-Hauswurz (Sempervivum arachnoideum). Wie es der Name schon sagt, mag der Rispen-Steinbrech steinigen, durchlässigen Boden und benötigt wenig Nährstoffe.
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