Der Schlangen-Knöterich (Polygonum bistorta) wächst in feuchten Wiesen – vermischt mit anderen Nässe liebenden Wildpflanzen. Wie am Fundort unserer Mutterpflanzen, einem Bachrand in Mühleberg BE, kann er in kleinen Kolonien auch alleine den Boden bedecken. Dies gelingt ihm durch die Ausbreitung über Ausläufer, welche in der oberen Erdschicht einen dicken Teppich bilden. Das im Austrieb rötliche Laub bildet bald einen grünen Blätterteppich, der im Mai von kurzen aufrechten Blüten geschmückt wird. Auch ohne Rückschnitt kommt es im Herbst häufig zu einer Nachblüte. Die rosaroten, kleinen Bürsten liefern Nektar für Wildbienen und andere Insekten. Am wichtigsten für die Tierwelt sind hingegen die Blätter, denn sie werden von verschiedenen Schmetterlingsraupen als Nahrungsquelle geschätzt.
Feuchter Standort im Naturgarten
An sonnigen bis halbschattigen Stellen mit feuchtem, lehmigem Boden breitet sich der Schlangen-Knöterich mit seine Ausläufern rasch zu einem dichten Teppich aus. Dadurch ist er ein ausgezeichneter Bodendecker für grössere Flächen mit nährstoffreichem Boden. Dem Naturstandort entsprechend, gedeiht die ebenfalls unter dem Namen ‚Wiesen-Knöterich‘ bekannte Wildpflanze auch am Teichrand und in staunassen Böden. Da der Schlangen-Knöterich zuverlässig Nachblüten bildet, ist er auch eine gute Wahl für Gefässe auf dem Balkon. Der synonym verwendete lateinische Name ‚Bistorta officinalis‘ weist darauf hin, dass der Schlangen-Knöterich (Polygonum bistorta) in der Naturheilkunde verwendet wurde. Seine medizinischen Wirkungen beruhen vor allem auf dem hohen Gehalt an Gerbstoffen.
Ausläufer und Pflege
Normaltrockene Gartenerde bremst den Ausbreitungsdrang, die Ausläufer sind kürzer und der Bestand kann durch jährliches Abstechen einfach auf die gewünschte Menge verkleinert werden. Ansonsten ist der Schlangen-Knöterich sehr pflegeleicht. Da er niedrig wächst, kann optional Ende Winter das braune Laub geschnitten werden. Die ansonsten sehr gesunden Blätter verdorren in trockenen Sommern, die robusten Wurzeln nehmen jedoch dabei keinen Schaden.
- Bodendecker
- Nachblüte im Herbst
- Raupenfutter





