Die Kugelköpflige Rapunzel (Phyteuma orbiculare) wächst an einem meiner botanischen Lieblingssplätze, einer Trockenwiese auf einer Bergkuppe oberhalb Orvin BE. Die dunkelblauen Kugelblüten treten dort scharenweise auf – am Wegrand wie auch an den magersten Stellen in der Wiese. Neben dem Jura, kommt die einheimische Wildpflanze auch in den Voralpen häufig vor, im westlichen Mittelland fehlt sie hingegen vollständig. Wanderern ist die zierliche Wildblume aufgrund ihrer krallenförmigen zusammengefassten einzelnen Röhrenblüten auch unter dem Namen ‚Kugelige Teufelskralle‘ bekannt.
Standort im Garten
Wie am Naturstandort braucht die Rundköpflige Rapunzel auch im Garten eine nährstoffarmen, kalkigen Böden an der Sonne. Sie passt daher gut an kiesige Wegränder und in Steingärten, wo das feine Pflänzchen nicht allzu starke Nachbarn hat.
Kulinarische deutsche Gärtner*innen haben im Namen Rapunzel die Verwandtschaft zum Feldsalat sicher schon erkannt. Tatsächlich wurden früher die Wurzeln von Phyteuma orbiculare auch als Wildgemüse verwendet. In Anbetracht der aufwändigen Kultivierung und der kleinen Wurzeln, kann ich persönlich jedoch nicht Nachvollziehen weshalb Menschen eine so hübsche Pflanze essen sollten, wenn schon die Schmetterlinge und Wildbienen.
- Zierliche Pflanze
- Jura & Voralpen
- Leuchtendes Blau




