Die Eselsdistel (Onopordum acanthium) ist eine purpurviolett blühende, dekorativ silberlaubige Wilddistel, die bevorzugt an sonnigen Standorten mit tiefgründigen, eher kalkhaltigen Böden wächst. Wir empfehlen Sie zur solitären Pflanzung im Bauerngarten oder als wandernde Schönheit im Naturgarten. An ihr zusagenden Standorten beobachten wir, dass die Eselsdistel sich auch mal stark versamen kann. Wir empfehlen die Sämlinge bereits im jungen Stadium bis auf diejenigen Exemplare auszudünnen, die später voll auswachsen sollen.
Ansprüche im Garten
Damit die zweijährige Eselsdistel sich in ihrer gänzlichen Pracht entfalten kann, braucht es ein wenig gärtnerisches Geschickt und allenfalls Geduld. Als Topfpflanze sollte die Eselsdistelrosette möglichst jung, d.h. früh in der Saison in die Erde gepflanzt werden. Da das Onopordum acanthium eine tiefgründige Pfahlwurzel ausbildet, profitiert sich von einem möglichst zeitigen Verpflanzen. Im ersten Jahr fokussiert die Pflanze ihr Wachstum in die Wurzel und wächst oberirdisch nur geringfügig. Es kann vorkommen, dass sie trotz frühzeitigem Verpflanzen im ersten Jahr in der zweiten Saison nicht zu ihrer wahren Grösse erwächst, sondern eher klein bleibt. In solch einem Fall empfehlen wir entweder wie oben beschrieben die Selbstaussaat zu fördern oder mit der Samenreife diese zu erlesen und im kommenden Jahr an geeigneten Stellen mit einem Pflanzabstand von rund 80 cm ab April oder im August zu säen.
Essbare Stacheln?
Wie so manche Pflanze sich durch ihren stacheligen Schutz dem Verzehr ihrer inneren Werte zu entziehen sucht, so ist auch die Eselsdistel unter ihrem Dornenhemd ein zartes und schmackhaftes Gemüse.
So sind einige Teile der Pflanze geniessbar, angefangen bei den Wurzeln der einjährigen Pflanzen, die im ersten Herbst gegraben werden können.
Ähnlich wie bei den ebenfalls zu den Disteln gehörenden Artischocken sind die Blütenböden der Eselsdistel essbar und schmecken gekocht gut als Gemüsebeilage. Wir empfehlen sie zu ernten so lange die Blüten noch geschlossen sind.
Schälst du die Stängel der Distel gründlich, kannst du sie anschließend ähnlich wie die ebenfalls verwandten Kardy zubereiten und essen. Zu dieser Arbeit hat es sich unserer Erfahrung nach bewährt allenfalls Handschuhe zu tragen, denn die Stacheln sind eben doch recht fies und bestimmt nicht essbar!
Und schliesslich ist die Eselsdistel eine hervorragende Zutat für Vogelfuttermischung, denn die ölhaltigen Samen der Eselsdistel sind ein beliebtes Futter vieler Wintervögel.
- Solitärpflanze
- 2-jährig
- Trockener Boden



