Die Echte Brunnenkresse (Nasturtium officinale) wächst am Ufer von Bächen und in flachen, sauberen Gewässern mit leichter Strömung. Auf Auenwald-Spaziergängen im Vorfrühling sieht man gut wie sich die krautigen Stängel mit den wintergrünen Blättern schwimmend an den Wasseroberflächen ausbreiten. Die scharf nach Kresse schmeckenden Blätter sind Grundlage für die Namensgebung. Der lateinische Namen ‚Nasturtium‘ kommt von ’nasus tortus‘ was mit ‚verdrehte Nase‘ übersetzt werden kann. ‚Officinalis‘ und ‚echt‘ bedeutet immer, dass es sich um eine Heilpflanze handelt. Als mehrjährige Staude beschenkt uns die Brunnenkresse schon im Frühling mit würzigem und Vitamin-C-reichen Salatkraut.
Wasserpflanze für grosse Gefässe
Die Echte Brunnenkresse hat am liebsten einen halbschattigen bis schattigen Platz am Teichrand mit bis zu 20cm Wassertiefe. Die wüchsige Wildpflanze gedeiht auch gut in Wasserkübeln oder grossen Gefässen, die an einem eher kühlen Ort aufgestellt sind und regelmässig gegossen werden. An ihr zusagenden Stellen verbreitet sie sich über Ausläufer, deshalb sollte sie im Topf von Zeit zu Zeit geteilt werden.
Heil- und Würzpflanze
Die scharf nach Kresse schmeckenden Blätter werden von März bis in den Mai geerntet. Während der Blüte werden die Blätter und Stängel immer zäher und bitterer. Wie die einjährige Gartenkresse (Lepidium sativum) eignet sich die Echte Brunnenkresse (Nasturtium officinale) wunderbar als Salatzugabe und zum Aufpeppen von Sandwiches und Kräuterquark. Dank ihrem hohen Vitamin-C-Gehalt und wertvollen Mineralien wurde sie kürzlich zum gesündesten Gemüse der Welt auserkoren. Als Heilpflanze , die auch noch andere Wirkstoffe wie Senfölglykoside enthält, sollte sie – wie alles Gesunde – nicht in übermässigen Mengen verzehrt werden.
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