Pfefferminzen (Mentha x piperita) sind durch Menschen gezüchtete oder natürlich entstandene Kreuzungen zwischen der einheimischen Wasser-Minze (Mentha aquatica) und der ursprünglich aus dem Süden stammenden Ährigen Minze (Mentha spicata). Mentha x piperita ‚Bayrische Minze‘ ist eine Züchtung aus Bayern, die sich durch ein intensives Aroma auszeichnet. Die Blüten sind steril. Als Kreuzung bildet die Sorte keine keimfähigen Samen aus, sondern verbreitet sich nur über ihre kräftigen Ausläufer. Die ährigen violetten Blüten der Bayrischen Minze sind im Hochsommer ein wahrer Insektenmagnet.
Standort im Garten
Pfefferminzen pflanzt man am besten in einen grossen Topf. Sobald die Triebe nur noch am Topfrand wachsen, ist dies ein Zeichen, dass es ihr zu eng wird und es Zeit ist, den Wurzelstock zu teilen oder die Pflanze in einen noch grösseren Topf zu setzen. Wer Minzen in den Garten auspflanzen möchte, wählt einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit humosem, lehmigem Boden. Im Kräuterbeet sorgt man mit einer Wurzelsperre dafür, dass sie sich mit ihren Ausläufern nicht ungehindert ausbreiten kann. Um immer wieder frisches Laub ernten zu können, schneidet man Minzen stark zurück sobald die Blätter nicht mehr appetitlich aussehen. Wenn man genügend Vorrat angelegt hat, lässt man sie am besten in die Blüte gehen, die Insekten werden es danken.
Heil- und Würzpflanze
Das stark duftende aromatische Laub macht Mentha x piperita ‚Bayrische Minze‘ zu meiner Lieblingsminze für Tee. So hilft sie innerlich bei Magen-Darmbeschwerden. Alle Pfefferminzen zeichnen sich durch einen hohen Menthol-Gehalt aus, was sie zu wirkungsvollen Heilpflanzen macht. Als ätherisches Öl kann man die Pfefferminze bei Erkältungen inhalieren oder einreiben. Das ätherische Öl ruft zunächst ein Kälte- und anschliessend ein Wärmegefühl hervor. Es lindert Schmerzen und löst Krämpfe, ausserdem erweitert es die Atemwege. Daher erleichtert es die Atmung und lindert Kopfschmerzen. Rechtzeitig angewandt kann es Migräneanfälle abschwächen oder verhindern. Auch Gelenkschmerzen, Muskelverspannungen und Neuralgien können damit gelöst werden. In die Augen sollte man ätherisches Pfefferminzöl jedoch nicht bringen, da es die Augen zu sehr reizen würde.
- Ausläufer
- Heil-und Würzpflanze
- Insektenmagnet



