In freier Wildbahn finden wir den Huflattich (Tussilago farfara) an Wegrändern, Flussufern und Schuttplätzen. Die kiesigen Naturstandorte wirken auf den ersten Blick trocken, in unteren Bodenschichten ist es meist feuchter. So war es auch am Fundort von unserem Saatgut einem Wegrand im Forst, einem grossen Wald in der Nähe von Bern.
Wenn in der Natur noch alles winterlich braun ist, sind die Blüten des Huflattichs die ersten die bei Sonnenschein am Boden aufleuchten und den Bienen und Schmetterlingen Nektar anbieten. Daher kommt wohl der berndeutsche Namen Zytröseli. Die handgrossen, unten silbrig-mehligen Blätter treiben nach den Blüten aus und sind eine wichtige Nahrungsquelle für verschiedene Schmetterlingsraupen.
Standort im Naturgarten
Der Flachwurzler verbreitet sich schnell über unterirdische Ausläufer. Daher ist der Huflattich eher für wildere Standorte im Garten und Renaturierungsprojekte geeignet. Er kann aber auch in grossen Gefässen gehalten werden.
Alte Heilpflanze
Der lateinischen Namen Tussilago farfara kommt von ‘tussis’ = Husten, ‘agere/ago’ = vertreiben und farfara deutet auf die wie mit Mehl bestäubten Blattunterseiten hin. Neuere Forschungen raten jedoch wegen krebserregenden Alkaloiden von der Verwendung als Hustenmittel in grösseren Mengen ab. Gemäss anderen Quellen findet er auch heute noch in der Körperpflege Verwendung.
- Frühe Blüte
- Ausläufer
- Schmetterlingspflanze






