Eryngium giganteum, wegen ihrer ungewöhnlichen Farbgebung und Blattstruktur im Volksmund auch Elfenbeindistel genannt, wurde 1800 aus dem Kaukasus und dem Iran eingeführt. Seither erfreut sich die Pflanze in Liebhabergärten wegen ihres markanten Blattschmucks sowie der dekorativen Blütendolden mit langer Blütezeit grosser Beliebtheit.
Das strukturgebende Element der zweijährigen Pflanze kommt im Sommer des zweiten Standjahrs richtig zur Geltung. Nach der eigentlichen Blüte bleibt der attraktive Samenstand mit einem exzentrischen Blütenkorb erhalten. Gemeinsam mit dem filigran-elfenbeinartig gemaserten und stachelig bewehrten Blattschmuck bewahrt die Pflanze noch bis lange in den Winter hinein ihre Schönheit und Form.
Trockener Standort im Garten
Die Elfenbeindistel fühlt sich an einem sonnigen bis halbschattigen Standort mit trockenem, durchlässigem Boden wohl. Sie passt gut in Kiesgärten und an trockene, sonnige Gehölzränder im Naturgarten. An ihr zusagenden Standorten versamt sich die zweijährige Pflanze und bleibt so im Garten bestehen. Wir empfehlen, die Samenstände als Winterschmuck und als Unterschlupf sowie Nahrungsvorrat für Insekten und Vögel bis in den nächsten Frühling stehen zu lassen.
Damit sich die Elfenbeindistel optimal entwickeln kann, benötigt sie genügend Platz. Ausserdem haben wir festgestellt, dass die Pflanze empfindlich darauf reagiert, wenn das Herzblatt zu tief gepflanzt wird. Sie wächst dann einfach nicht. Wie bei den meisten zweijährigen Pflanzen entwickelt auch die Elfenbeindistel im ersten Jahr zunächst nur eine unscheinbare Blattrosette. Erst im folgenden Sommer gibt sie alle Kraft in die Blütenstände. Auch raten wir davon ab, die Pflanze umzupflanzen. Es ist besser, sie sich versamen zu lassen und dann die Sämlinge umzupflanzen. Eine echte ‚Grande Dame‘ eben – manifique, mais un peu difficile en tout cas!
Florale und floristische Freuden
Unsere schönste Erfahrung mit der Elfenbeindistel ist, sie mit ihrem silbrigen Glanz im Mondlicht schimmern zu sehen. Daher empfehlen wir, der Pflanze einen entsprechend gut ausgewählten Platz im Staudenbeet zu geben. Die stacheligen Blütenköpfe der Eryngium giganteum finden wegen ihres floristischen Werts auch in Trockenblumenarrangements Verwendung. Zum Trocknen ist das Schnittgut möglichst kopfüber aufzuhängen. Einen ähnlich schmucken Beitrag für die Trockenbinderei leistet übrigens auch unsere Golddistel !
- Solitärpflanze
- 2-jährig
- Trockener Boden




