Der Natternkopf (Echium vulgare) ist eine Pionierpflanze. Er siedelt sich gerne in Kiesgruben, auf Schuttplätzen und in spät gemähten Trockenrasen an oder an Wegrändern, wie bei unserem Fundort in einem Berner Wald. Ursprünglich stammt diese Wildpflanze aus dem mediterranen Raum, sie gilt aber längst als einheimisch. Wie viele 2-jährige Arten bildet sie im ersten Jahr eine rauhaarige, wintergrüne Rosette aus der im zweiten Jahr 1 Meter hohe Blütenkerzen emporstreben. Die attraktiven blauen Blüten sind im Sommer ein wahrer Insektenmagnet, insbesondere bei Wildbienen und Schmetterlingen ist der Natternkopf hoch im Kurs. Der silberne Samenstand bleibt bis in den Winter hinein als interessante Struktur stehen.
Standort im Naturgarten
Der Natternkopf mag einen sonnigen Standort in trockenem, kiesigem Boden. In nährstoffreichen Gartenböden gepflanzt entwickelt sich die Pflanze zu einem bis 1.50 Meter hohen Busch mit mehreren Blütenkerzen. Echium vulgare lässt sich gut mit anderen versamenden Blütenstauden oder Gräsern wie das Zittergras (Briza media) oder Wimperperlgras (Melica ciliata) kombinieren.
Für kleine Gefässe ist er nicht geeignet, da er Platz für seine lange Pfahlwurzel braucht.
Selbstaussaat
Da sich die 2-jährige Pflanze stark versamt, empfehlen wir etwas Abstand zu Kies-, Mergel- und Verbundsteinwegen einzuhalten, denn auf Wegen macht das Jäten wenig Spass. Den Rückschnitt vor Samenbildung bringt man beim Natternkopf fast nicht übers Herz. Häufig ist die Spitze noch in der Blüte während unten die Samen schon reifen. Im Naturgarten oder der Trockenwiese, wo das Versamen erwünscht ist, ist darauf zu achten, dass die Samen vor dem Mähen ausreifen können und offene Stellen für die Keimlinge vorhanden sind.
- Insektenmagnet
- 2-jährig
- Selbstaussaat







