In lichten Wäldern macht die Nesselblättrige Glockenblume (Campanula trachelium) mit ihren blauen Blüten auf sich aufmerksam. Die bis 4cm langen, glockenförmigen Blüten sitzen in allen Richtungen stehend am Stängel. Sie öffnen sich im Hochsommer, wenn die meisten Waldstauden ihre Entwicklung schon abgeschlossen haben. Auf den ersten Blick ist ihr die Acker-Glockenblume (Campanula rapunculoides) ähnlich, die vor allem in wärmeren Lagen, wie dem Jura, verbreitet ist. Sie wirkt insgesamt eleganter, ist etwas weniger hoch und verbreitet sich durch Ausläufer. Im Gegensatz dazu sorgt die Nesselblättrige Glockenblume (Campanula trachelium) durch Selbstaussaat für ihr Fortbestehen. Ein weiterer Unterschied ist die stärker behaarten und gezackten Blätter – ähnlich wie die der Brennnessel. Wie alle Glockenblumen sind beide Arten eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen und Hummeln.
Standort im Garten
Die Wildstaude des Jahres 2024 wird in einem Portrait von Bioterra als «eine, die es eben mittelmässig mag und sich mit den meisten Situationen einrichten kann» beschrieben. Aufgrund ihrer geringen Ansprüche ist sie sehr beliebt, um in Naturgärten Farbe in halbschattige Bereiche und unter Gehölzen zu bringen. Von allen heimischen Glockenblumen ist Campanula trachelium jene Art, die am meisten Schatten und Trockenheit verträgt. Im Sommer zeigt sich die Nesselblättrige Glockenblume vielerorts anfällig für Rostpilze, dafür punktet sie mit einer für Waldpflanzen späten und attraktiven Blüte.
- Späte Blüte
- Schattenverträglich
- Hummelpflanze



