Der gelb blühende und wintergrün bläulich belaubte Wundklee (Anthyllis vulneraria) mag es gern sonnig-trocken, kalkreich und nährstoffarm. Im Garten ist er besonders wegen seiner langen Blütezeit und der Verwendungsmöglichkeit im trocken-warmen Milieu von Steingärten und in nährstoffarmen wiesenähnlichen Pflanzungen interessant. Im Winter ziert er noch lange mit seinen dekorativen wolligen Samenständen. Eine willkommenen Ergänzung im Sommersalat bieten die jungen Triebspitzen mit ihrem fruchtig-sauren Aroma!
Ansprüche im Garten
Wie bereits erwähnt ist Anthyllis vulneraria anspruchslos in der Handhabung im Garten, ganz nach dem Motto weniger (und karger!) ist mehr. An ihm zusagenden Standorten wird er sich meist einige Zeit halten und sich gleichzeitig willig versamen und so seine Reise durch den Garten antreten. Im Garten eignet er sich zu Pflanzung neben den erwähnten Naturrabatten und Steingärten auch für die Dachbegrünung oder Balkon und Terrasse im Topf.
Der Wundklee ist eine Attraktion für viele Insekten, er wird vor allem von Hummeln und Schmetterlingen bestäubt. Bis zu 61 Wildbienen-Arten sind regelmässige Besucher für den Pollen und Nektar des Wundklees und zudem ist er Raupenfutter für einige Schmetterlinge.
Heilpflanze
Wie der Name bereits vermuten lässt, wird Wundklee in der Volksmedizin bei schlecht heilenden Wunden und Magen-Darm-Problemen eingesetzt. Er enthält reichlich Gerbstoffe und Saponine, die man zur Behandlung von Verletzungen und Geschwüren einsetzen kann. Die Blätter und Blüten wirken adstringierend durch die Gerbstoffe, hemmen Entzündungen und helfen bei der Narbenbildung. Wundklee-Extrakte dienen als Mittel, um Entzündungen im Mund und Rachen zu heilen sowie Halsschmerzen zu lindern und das Haarwachstum zu fördern. Auch in Teemischungen und als Hustenmittel findet er Verwendung. Für weitere Informationen zu den konkreten Anwendungen verweisen wir auf die naturheilkundigen Fachstellen.
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