Das Laub der Hügelanemone (Anemone sylvestris) treibt früh aus. Wenn sie im Mai ihre leuchtend weissen Blüten mit den gelben Staubfäden geöffnet hat, erfreut sich unser Auge und auch Wildbienen und kein Käfer übersehen sie nicht. Nach der Blüte hängen die zierenden Samenstände als baumwollartige Wattebäusche an den kurzen Blütenstängeln.
Auf den ersten Blick häufig verwechselt, unterscheidet sich die Hügelanemone (Anemone sylvestris) mit ihrer geringen Höhe von 20cm und der Blütezeit im April-Mai deutlich von den Herbstanemonen (Anemone hupehensis und japonica) welche in weissen Sorten eine sehr ähnliche Blüte zeigen.
Die Hügelanemone wird mancherorts auch Grosses Windröschen genannt. Mit dem über die ganze Vegetationssaison grün bleibenden Laub, hat es jedoch einen ganz anderen Lebenszyklus als das weit verbreitete Buschwindröschen (Anemone nemorosa) welches in den Monaten März-April blüht und sich danach in seine unterirdischen Rhizome zurückzieht.
Seltene Wildart
Durch die Intensivierung der Landwirtschaft ist die einheimische Wildform in der Schweiz sehr rar geworden. Es gibt nur noch wenige streng geschützte Naturvorkommen auf dem Randen im Kanton Schaffhausen. Wie die meisten Wildstaudengärtnereien wir hier die Gartenform an. Sie stammt von ursprünglichen Wildart ab, zeigt jedoch durch die menschliche Selektion etwas grössere und leuchtendere Blüten.
Standort im Garten
Ein sonniger bis halbschattiger und trockener Standort ist der Hügelanemone am liebsten. Mit ihren kleinen Rhizomen breitet sich die niedere Staude flächig aus und ist damit ein ausgezeichneter Bodendecker. Die niedere Prachtstaude kommt auch in kleinen Gärten und Gefässen auf dem Balkon wunderbar zur Geltung. Auch ohne Pflegeschnitt bildet die Hügelanemone im Herbst häufig eine zweite Blüte aus.
- Gartenform der seltenen Wildart
- Bodendecker
- Niedriger Wuchs



