Der Hirschheil (Seseli libanotis) ist in sonnigen, steinigen Wäldern und in spät gemähten Trockenwiesen und Krautsäumen zuhause. Das Saatgut unserer Mutterpflanzen stammt von einer Waldschneise oberhalb Neuenburg, deren Untergrund aus beinahe nacktem Karstfels besteht. Die Wildpflanze ist reich verzweigt und über den ganzen Sommer mit attraktiven Doldenblüten geschmückt. Diese sind sehr beliebt bei Insekten – insbesondere bei Käfern und den Raupen des Schwalbenschwanzes. Die natürlichen Vorkommen von Seseli libanotis sind der Jura und die Voralpen, weshalb wir als Insektenpflanze für mittelländische Gärten auch die Wilde Möhre (Daucus carota) empfehlen. Die deutschen Namen Hirschheil und Berg-Heilwurz verraten, dass Seseli libanotis auch aufgrund seiner Heilkräfte kultiviert wird.
Standort im Garten
Wie an seinen Naturstandorten liebt es der Hirschheil auch im Garten trocken und steinig. Der klassische Standort ist demnach der Kies- oder Steingarten und trockene Beete. Für Töpfe eignet sich der Pfahlwurzler nur bedingt, hier kommt es vor allem auf die Topfgrösse an.
Mit ihren weissen Doldenblüten lässt sich diese Wildpflanze gut mit anderen Formen kombinieren. Sie erfreuen mit einer langen Blütezeit das menschliche Auge und den Magen der Insekten. Seseli libanotis ist eine zweijährige Pflanze, die je nach Bedingungen auch kurzlebig (3-4 Jahre) wächst. Auf jeden Fall sollten die verblühten Samenstände stehen gelassen werden, um sich an offenen Stellen versamen zu können. Zudem ist das filigrane Gerüst der Dolden eine aparte Winterstruktur, besonders wenn es im Winter mit Raureif überzogen ist.
Heil- und Würzpflanze
Text folgt…
- Insektenpflanze
- Lange Blütezeit
- 2-jährig






