Der Österreichische Lein (Linum austriacum) ist dem bekannten Staudenlein (Linum perenne) sehr ähnlich. Als äusseres Erscheinungsmerkmal wächst er etwas höher und die Blüten sind leicht grösser. Ansprüche, Pflege und Standort sind gleich. Genau genommen ist (Linum perenne) gar keine Wildpflanze sondern eine Gartenform. Der im Hochgebirge heimische Alpen-Lein ‚Linum alpinum‘ hat im Flachland mit der Hitze Mühe. Deshalb haben wir den österreichischen Lein aus einem Naturbestand in Twann BE ins Sortiment genommen. Er ist ursprünglich ostmediterran, gilt jedoch als Archäophyt, der sich vor der Entdeckung Amerikas in der Schweiz angesiedelt hat. Das ursprüngliche Saatgut stammt von einen felsigen Hang nördlich des Bielersees. Der Jurasüdfuss ist neben dem Wallis die trockenste und wärmste Region der Schweiz.
Trockener Standort im Garten
Der Österreichische Lein überzeugt durch seine zarten, hellblauen Blüten, die sich vor allem in den Morgenstunden öffnen. Im Vergleich zu anderen Wildstauden blüht er lange, und zwar vom Mai bis in den Juli hinein. Das zierende filigrane Laub behält in milden Wintern recht lange seinen typischen grau-blauen Grünton und treibt im Frühling bald von der Basis her neu aus.
Das einzelne Individuum ist eher kurzlebig, d.h. es verabschiedet sich meist nach ein paar Jahren. An ihm zusagenden Standorten versamt sich der Österreichische Lein aber gerne und sorgt so für Nachkommen. Die sonnenliebende Pflanze eignet sich gut für Töpfe, Kiesgärten und trockene, durchlässige Böden. Nur mit schweren Böden und Staunässe kommt sie nicht zurecht.
- Lange Blütezeit
- Trockener Boden
- Filigranes Laub




