Helleborus foetidus - Stinkende Nieswurz

Helleborus foetidusStinkende Nieswurz

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⌀9-11cm Topf

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Die Stinkende Nieswurz (Helleborus foetidus) ist die einheimische Schwester der Lenzrose (Helleborus orientalis). Die Wildpflanze ist in den trockenen Wäldern des Juras weit verbreitet, im Mittelland haben wir jedoch auch kleinere Bestände in Auen-Mischwäldern gefunden. Mit ihren hellgrünen Blüten, die sich je nach Witterung schon im Dezember öffnen, ist die Nieswurz zwischen den Braun- und Grautönen des Winters kaum zu übersehen. Genau genommen sind es nicht die hängenden, glockenförmigen Blüten selbst, sondern die sie umgebenden, ebenfalls hellgrünen Hochblätter, welche auffallen.  Der verholzende Stamm wird von immergrünen, dunklen Blättern geschmückt und ähnelt entfernt einer Palme. Zu ihrem Namen kam die stinkende Nieswurz wegen ihrer Blätter, die beim Zerreiben etwas unangenehm riechen – was wir als Vorteil erachten, denn Helleborus-Pflanzen sind in allen Teilen giftig. Die Blüten hingegen verströmen einen angenehmen, zarten Duft, der allerdings für Menschennasen kaum wahrnehmbar ist. Durch den Duft werden Bienen und Wildbienen angelockt, die Nieswurz ist für sie eine wichtige Nahrungsquelle in einer Jahreszeit, wo sonst fast nichts blüht.

Standort im Garten

Die Nieswurz mag kalkhaltigen, eher trockenen und durchlässigen Boden. Diese Wildpflanze ist äusserst anspruchslos und gedeiht sogar an schwierigen Plätzen wie schattigen Kiesgärten oder am Fuss von Nussbäumen. Wir empfehlen die Nieswurz auch für Gehölzränder oder den Hintergrund von Beeten. Während sich im Winter die meisten Stauden zurückgezogen haben, kann sie dann durch die ungewöhnliche Blütezeit ihre volle Schönheit präsentieren. Im Sommer verschwindet sie unter dem Blätterdach der hoch wachsenden Nachbarn und dankt für deren Beschattung.

Pflege

Die einzelne Pflanze ist kurzlebig und lebt deshalb meist nur 3 bis 4 Jahre. An ihr zusagenden Stellen versamt sie sich sehr gut. Wer dies verhindert möchte, sollte die Samenstände Ende April abschneiden. Da es sich um einen  Kaltkeimer handelt, erscheinen die Sämlinge erst im darauffolgenden Winter, und zwar meist sehr zahlreich rund um die Mutterpflanze herum,  vereinzelt an anderen Stellen im Garten, sofern die Samen wie in der Natur von Ameisen abtransportiert wurden. Wie alle Helleborus-Arten wird die stinkende Nieswurz nicht gerne umgepflanzt und ist anfällig auf die Schwarzfleckenkrankheit, die sich als braun-schwarze Flecken auf den Blättern zeigt. Da diese Pilzkrankheit erst im Frühjahr auftritt, stört sie optisch nicht so sehr. Um die Weiterverbreitung des Pilzes zu verhindern, empfehlen wir, die kranken Blätter abzuschneiden und in die Grüntonne zu werfen. Ansonsten braucht die Nieswurz keine Pflege, die verholzenden Stängel dürfen aber wirklich nur abgeschnitten werden, wenn an der Basis neue Austriebe vorhanden sind.

 

  • Blüte im Winter
  • Wintergrün
  • Bienenpflanze

Eigenschaften

  • Licht

    Halbschattig
    Schattig
    Sonnig

  • Boden

    Kiesgarten
    Durchlässig
    Gartenbeet
    Gehölzrand

  • Blütenfarbe

    Glänzend / Grün
    Blattschmuck

  • Blütemonat
    Januar bis April
  • Höhe
    30-40cm
  • Fauna

    Bienen
    Wildbienen

  • Herkunft

    Einheimisch
    Mittelland
    Jura

  • Wuchsarten

    Horst

  • Gestaltung

    Immergrün
    Kleingruppen
    Pflanzabstand 20-30cm